KURZBIOGRAPHIE

 

Lux Guyer, geboren 1894 als Louise Guyer, wächst in der Stadt Zürich auf. 

1916 - 1917 besucht sie Kurse an der Kunstgewerbeschule Zürich. Dabei belegt sie unter anderem Kurse des Modellierens bei Carl Fischer (*1888) sowie für Innenarchitektur bei Wilhelm Kienzle (1886-1958). 

 

1917 - 1918 besucht sie Kurse als Fachhörerin an der ETH Zürich und arbeitet als Teilzeitmitarbeiterin im Architekturbüro des ETH-Dozenten Gustav Gull. Weshalb Lux Guyer sich nicht regulär als Studentin an der ETH Zürich immatrikulierte ist nicht bekannt.

1918 - 1924 erweitert Lux Guyer ihren architektonische Horizont mittels Studienreisen in die Metropolen Europas. 

1924 eröffnet Guyer ein eigenes Architekturbüro als eine der ersten Frauen und gilt als erste Schweizer Architektin (trotz fehlendem Diplom). Dieses betreibt sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1955.

Die architektonische Handschrift von Lux Guyer war unkonventionell und avantgardistisch. Dabei entwarf Guyer Gebäude und Räume, welche von gesellschaftlichen Konventionen  losgelöst waren und flexibel und vielseitig genutzt werden konnten. Die Wohnräume mussten teilweise vor Verkauf musterartig bewohnt werden.

BEDEUTENDE BAUWERKE

 

1926 Frauenkolonie Lettenhof

 

1927 Studentinnenheim Fluntern 

1928  SAFFA - Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit

Entwurf der Ausstellungshallen, des Cafés, des Aussichtsturms sowie eine Wohnung und ein Einfamilienhaus. Letzteres ist das bekannte SAFFA-Haus, welches nach der Ausstellung zuerst in Aarau und 2006 in Stäfa wieder aufgebaut wurde.  Das SAFFA-Haus wurde im Rahmen der Ausstellung als vorfabriziertes Musterhaus entworfen und galt als innovatives, viel beachtetes Bauwerk.

 

 

WEITERFÜHRENDE LINKS

 

Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta der ETH Zürich):

Architektin Lux Guyer

Nachlass Lux Guyer

Hintergrundbild:

Postkarte um 1920, Sammlung René Oberhänsli

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